
In München haben das kritische Derblecken und der hinterfotzige Humor in all seinen Varianten eine lange, bemerkenswerte Geschichte! Hier entstand das erste politische Kabarett der elf Scharfrichter und der Simplicissimus mit seiner Elite hochkarätiger Zeichner und berüchtigter Provokateure. Es ist die Stadt von Spitzweg und Valentin, von Wedekind und Ringelnatz, von Eugen Roth und Erich Kästner.
Wilhelm Busch veröffentlichte hier in einem von Franz von Lenbach bezahlten Atelier seine ersten Arbeiten. Und legendäre Karikaturisten wie Th. Th. Heine, Olaf Gulbransson oder Eduard Thöny machten München zur Metropole der skurrilen Komik und der scharfsinnigen Satire.
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| Die Simplicissimus-Dogge von Th.Th. Heine, ein Markenzeichen bissiger Gesellschaftskritik! |
Herr Hirnbeiß, Franziska Bileks unsterblicher Münchner Grantler. |
Aber auch unsere Repräsentanten der künstlerischen Zeitkritik wie Dieter Hildebrandt, Gerhard Polt, Herbert Achternbusch und die Zeichner Hurzlmeier, Zimnik, Haitzinger, Hanitzsch oder Klama und nicht zuletzt der unsterbliche Loriot, lassen in und rund um die “Weltstadt mit Scherz“ die komische Kunst prächtig blühen.
Während jedoch in den letzten Jahrzehnten zahlreiche spektakuläre und höchst erfolgreiche Museen der Satire entstanden sind (Hannover, Frankfurt, Krems, Basel, Straßburg und so weiter), fehlt trotz des reichhaltigen Münchner Angebots noch immer ein entsprechendes eigenständiges Haus in der so vielgerühmten Hauptstadt des Humors.